Pflegedienst Brüel

Dehydration- Das ewige Thema!

10.04.2013 - 10:04

Die Frage nach dem täglichen Flüssigkeitsbedarf wird kontrovers diskutiert und die Angaben über die benötigte Flüssigkeitszufuhr variieren häufig. Der Flüssigkeitsmangel oder Austrocknungszustand (Dehydration) im Alter hat spezielle Ursachen und schwerwiegendere Folgen. Deswegen ist ein gezieltes Vorgehen für einen gesunden Flüssigkeitshaushalt bei älteren Menschen wichtig.

Der Körper verliert täglich durch Schwitzen sowie die Nieren und Darm Flüssigkeit, die durch Zufuhr in Form von Getränken oder Nahrung wieder zugeführt werden muss. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt gesunden älteren Menschen insgesamt eine Flüssigkeitszufuhr von 2,25l am Tag. Davon sollen 0,75l auf Flüssigkeiten in der Nahrung und 1,5l auf geeignete Getränke entfallen. Bei stärkerem Flüssigkeitsverlust durch z. B. Schwitzen bei körperlicher Arbeit, Erbrechen oder Durchfall erhöht sich die empfohlene Flüssigkeitsmenge.

Ältere Menschen leiden häufig an Dehydration, weil sie die Flüssigkeitszufuhr gezielt verringern, um nächtliche Toilettengänge zu vermeiden. Hinzu kommt, dass ältere Menschen physiologisch einen niedrigeren Wassergehalt im Körper und ein geringeres Durstgefühl haben.

Woran ist eine Dehydration erkennbar?
Indizien für eine Dehydration sind ein dunkler Harn, ein trockener Mund oder trockene Schleimhäute.

Folgen schon bei leichter Dehydration sind zumeist Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, ein Schwächegefühl oder Desorientiertheit. Im Schlimmsten Fall kann es zur Bewusstlosigkeit und der Einlieferung ins Krankenhaus kommen.

Deswegen: Bewusst auf die Trinkmenge achten!
Dafür gibt es verschieden Möglichkeiten. Am besten sollte ein Trinkplan zusammen mit dem älteren Menschen aufgestellt werden, wo Vorlieben und Gewohnheiten berücksichtigt werden. Außerdem sollte es ein gewisses Angebot an Getränken geben, um eine Abwechslung zu gewährleisten. Möglich ist beispielsweise eine Auswahl zwischen Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure, Früchtetees und verdünnte Obstschorlen. Weitere Maßnahmen können sein:
  • Routineartig immer bei den Mahlzeiten trinken
  • Tagessoll an Getränken sichtbar aufstellen, damit im Blick bleibt, was über den Tag noch getrunken werden sollte
  • Leere Trinkgefäße immer wieder füllen
  • Trinkgefäße in Reichweite stellen

Insgesamt lässt sich der Dehydration verhältnismäßig leicht entgegenwirken, jedoch brauchen ältere Menschen dabei oft Unterstützung!

Quellen:
  • http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=518

Autor: Undine von Hoyningen-Huene - pm pflegemarkt.com GmbH